2019 Thrakien

Thrakien 2019, Ophrys mammosa (Foto: Beat Schär)

Thrakien (NO Griechenland)
Mo., 22. April 2019 – Mi., 1. Mai 2019 / abgeschlossen

In Thrakien treffen drei Faunenregionen aufeinander (Mittelmeer-, Schwarzmeer- und Kontinental-Region). Dies bildet die Basis einer außerordentlich hohen Biodiversität mit speziellen Arten. Die unterschiedlichsten Habitate tragen zusätzlich zum großen Artenreichtum bei. Die Feuchtgebiete und die Wälder sind allerdings oft sehr weiträumig  und die Tiere konzentrieren sich weniger an bestimmten Stellen, wie das an vielen anderen Orten der Fall ist. Aus Sicht des Naturschutzes ist diese Größe natürlich sehr wertvoll, anderseits erschwert es uns das Finden und Beobachten der Tiere.
Das Evros-Delta mit seinen 168 km2 gehört zu den wichtigsten Feuchtgebieten in Europa. Dabei bildet der Evros die Grenze zur Türkei. Deshalb sind größere Teile des Deltas militärisches Sperrgebiet und dürfen nur mit einer Bewilligung betreten werden. Gegenwärtig überqueren viele Flüchtlinge den Fluss, um von der Türkei nach Europa zu gelangen. In den hügeligen Rhodopen dominieren ausgedehnte, vielfach ungenutzte Wälder. Dazwischen liegen felsige oder flachgründige Lichtungen mit Trockenwiesen und Weiden, die mit Büschen und Einzelbäumen durchsetzt sind. Hier weiden vor allem
Schafe und Ziegen.
Der Druck der Landwirtschaft auf die Natur ist unterschiedlich stark. In den Ebenen
dominiert intensiver Anbau von Baumwolle und Kiwi. Allerdings bleiben selbst hier
breite Randstreifen ungenutzt. Die weniger ertragreichen Böden werden nicht jedes
Jahr genutzt und liegen dann längere Zeit brach.
Wir werden uns auch auf dieser Reise in den ausgewählten Gebieten mindestens
einen halben Tag aufhalten. Wie immer setzen wir uns das Ziel, möglichst alle verschiedenen Lebensräume der Region zu besuchen.

Hier erhalten Sie mehr Informationen.