2019 Lappland

Norwegen 2019, Seevogelkolonie mit vielen Tausend Trottellummen, Dickschnabellummen, Tordalken, Papageitauchern und Krähenscharben.(Foto: Peter Wiprächtiger)

Lappland (N Norwegen)
Fr., 7. Juni 2019 – So., 16. Juni 2019 / abgeschlossen

Der Norden Norwegens hat dem Naturliebhaber außerordentlich viel zu bieten. Neben der großartigen Landschaft mit Meer, Küste und Bergland beeindruckt die unendlich scheinenden Weite der verschiedenen Lebensräume. Die durch Nadelbäume dominierte Taiga ist durchzogen von Birkenwälder, Mooren und der kargen Vegetation der Fjells. Und natürlich hat es überall Wasser. Wenn das Wetter mitspielt, werden wir eine sehr eindrückliche und äußerst interessante Reise erleben. Während man in einigen Biotopen die einzelnen Vögel intensiv suchen muss, ist man anderseits überwältigt von den großen Meeresvogelkolonien mit tausenden von Vögeln.

Wir sind zur Brutzeit in Nordnorwegen. Praktisch alle Zugvögel sind aus ihrem Winterquartier zurück. Limikolen, Seetaucher und Enten präsentieren sich im Brutkleid. An den einzelnen Exkursionsorten haben wir die Chance viele der hier typischen
Arten zu entdecken. Wir werfen wir auch ein Auge auf die anderen Tiere und auf
die Pflanzenwelt mit ihrem Flechten- und Moosreichtum. Überall begegnen wir Rentieren, oft direkt neben der Straße. Wir hoffen auch mindestens einen Elch zu sehen. Das Pasviktal weist Norwegens größte Bärendichte auf. Beobachtungen sind aber trotzdem sehr selten. Am Meer zeigen sich hin und wieder verschiedene Walarten. Unter den Reptilien sind hier Kreuzotter und Mooreidechse heimisch. Für die meisten Insektenarten sind wir zu früh unterwegs. Die beiden Braunfrösche Moor- und Grasfrosch sind schwierig zu unterscheiden.

Viele der hier vorkommenden Pflanzen kennen wir aus den Alpen. Dazu kommen aber
auch Arten, die wir nur im Norden finden. Besonders interessant und vielfältig sind die Heidearten von denen hier 13 Arten vorkommen. Den Sumpfporst und die Moltebeere kennen wir von unserer Estlandreise. Häufig, aber speziell ist der Schwedische Hartriegel, der nur 30cm hoch wird. Die rauen Wetterverhältnisse erlauben es auch
vielen anderen Pflanzen nicht in die Höhe zu wachsen und bilden deshalb nur kleine Formen aus. So wird die Zwergbirke nur einen Meter hoch.

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